Ankündigung Shine Bright

Am 5. Oktober erscheint mein zweiter New Adult Roman unter dem offenen Pseudonym Viola Sanden bei Piper Digital – wieder als E-Book und als Taschenbuch. Ausführliche Infos dazu sind auf meiner Autorinnen-Website Viola Sanden zu finden.

Shine Bright | Roman | Viola Sanden

Klappentext

Gegensätze leuchten hell: Aylin liebt klassische Musik und spielt Klavier. Vince prügelt sich in illegalen Fight Clubs. Nicht die idealen Voraussetzungen für nachbarschaftliche Harmonie im selben Haus – und noch viel weniger für die große Liebe

»Oh Allmächtiger, kann es sein, dass ich gerade meinen Nachbarn belausche? Den Schläger und rücksichtslosen Heimwerker?«

Rücksichtslos, unverschämt und attraktiv: Vince ist genau der Typ Mann, von dem Aylin sich möglichst fernhalten möchte. Sollte gelingen, denn von seiner Seite aus besteht keinerlei Interesse an dem sanften Rehauge, das neuerdings eine Etage unter ihm wohnt. Vince ist viel zu sehr mit Koks und Schlägereien beschäftigt. Und dann ist da noch dieser unangenehme Neonazi, der eine Rechnung mit ihm offen hat. Ausgerechnet jetzt funkt Aylin dazwischen – und plötzlich hofft Vince darauf, dass  er sein Leben nicht komplett vor die Wand fährt. Aber die Feinde in der rechten Szene werden schon bald zu einer ernsten Bedrohung – nicht nur für ihn.

Shine Bright: Krav Maga und MMA im neuen New Adult Roman von Viola Sanden

Ging es in Playground Chess um den Reiz des (Schach-)Spiels mit dem Unbekannten, gibt Shine Bright Einblicke in bedrohliche Subkulturen der rechten Kampfsportszene. Leser/innen erwartet sportliche Action (Krav Maga und Mixed Martial Arts), Dramatik, Spannung – und eine prickelnde Liebesgeschichte um die Hauptfiguren Aylin und Vince, zwei Menschen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Doch Gegensätze ziehen sich bekanntlich an, und beide möchten ihre dunkle Vergangenheit hinter sich lassen. Aylin ist auf einem guten Weg, aber Vince fährt sein Leben weiter vor die Wand. Werden sie es gemeinsam schaffen?

Ich nutze zur Abgrenzung von meinen Kinderbüchern für Liebesromane im Genre „New Adult“ ein offenes Pseudonym. Wie auch in meinem ersten Roman ist mit der Liebesgeschichte ein besonderes Thema verbunden. In „Playground Chess“ war es das Schachspiel, in „Shine Bright“ geht es um Kampfsport und Bedrohungen aus der rechten Szene.

Bei der Recherche für meinen im Jahr 2018 angesiedelten Roman habe ich mich intensiv mit den Verfassungsschutzberichten des Landes NRW, der Kampfsportart Mixed Martial Arts (MMA) und dem Nah-bzw. Kontaktkampf Krav Maga beschäftigt. Realistisch und auf Tatsachen beruhend dargestellt sind illegale Kampftreffen in Deutschland sowie die mit einem Verbot belegte verfassungsschutzrechtlich bedenkliche Kampfsportveranstaltung Kampf der Nibelungen. Handlung und Figuren sind jedoch frei erfunden.

Seit dem 15. August kann Shine Bright als Taschenbuch für 12,- € und als E-Book für 4,99 € im Buchhandel und online vorbestellt werden.

Ankündigung Playground Chess

Klappentext:

Liebe ist mehr als ein Spiel: eine prickelnde Lovestory um das königliche Spiel und die verlockenden Möglichkeiten außerhalb des Spielfelds …

Am Anfang ist es für Catrin ein Online-Schachspiel wie jedes andere. Aber als sie gegen einen unerwartet starken Gegner verliert und er ihr Revanche anbietet, bekommt das Spiel eine andere Dimension. Schon bald tritt sie täglich gegen ihn an und das virtuelle Schachbrett wird für beide zum Spielfeld eines zunehmend kribbelnden Schlagabtausches. In der Anonymität des Internets genießt Catrin den Flirt mit dem intelligenten Taktiker Jon – bis er in der Realität weiterspielen möchte…

 


»Schach ist, wie die Liebe, ein Konflikt zwischen Reflexen und Reflexionen..« (David James Morgan)


Viola Sanden
Playground Chess Berührt. Geführt.
Taschenbuch // 11,99 €  // ISBN 978-3-492-50264-1
E-Book          //   4,99 €  // ISBN 978-3-492-98572-7


Mein Roman Playground Chess ist nun offiziell als PIPER-Titel mit dem Erscheinungstag 01.10.2019 gelistet. Ab sofort kann das Buch sowohl direkt im PIPER-Shop als auch in allen Buchhandlungen und anderen Online-Buchshops vorbestellt werden.


Hier geht es zu meiner Autorinnen-Website www.viola-sanden.de


Kurz zur Entstehungsgeschichte dieses besonderen Schach-Romans

Alles fing 2018 mit einer vagen Idee für ein Buch an. Plötzlich war in meinem Kopf sogar schon ein Titel da.: „Berührt-geführt“, nach der Schachregel, die besagt, dass im Ansatz ausgeführte Züge nicht mehr zurückgenommen werden dürfen.

Ein Roman, in dem es um Schach und Liebe und den Reiz des Spiels geht – ja, das war meiner festen Überzeugung nach etwas Neues, aus diesem Ansatz konnte etwas werden! Schach nicht nur wie in den meisten Büchern als Statist und Lieferant gängiger Metaphern, sondern Schach in seiner reizvollen Faszination als intelligentes Spiel und als Ausgangspunkt für einen Online-Flirt.

Die Gedanken kreisten weiter, bis auch ein Klappentext in meinem Kopf Gestalt annahm. Beides, Titel und Klappentext, existierte für mich, bevor überhaupt ein Kapitel geschrieben war. Sehr ungewöhnlich, aber genau so war es. Ich hatte also die Romanidee, den Arbeitstitel »Berührt. Geführt« und mit dem ersten kurzen Klappentext so etwas Ähnliches wie einen Pitch. Monate später war der Plot gereift, die ersten acht Kapitel waren geschrieben und das Ganze damit so weit gediehen, dass ich ein Exposé und eine Leseprobe versenden konnte. Wie groß war die Freude, als die Zusage vom PIPER Verlag für PIPER Digital kam. Der Verlagsvertrag war der beste Ansporn, die Geschichte weiterzuschreiben. Während ich das tat, haben drei Menschen  kapitelweise testgelesen: meine Freundin Freya und die Autorenkolleginnen Christine und Frieda. Als Vorableserinnen haben sie mir wertvolles Feedback gegeben und so manche Wendung mit mir diskutiert. Frieda Papp war dabei immer die »letzte Instanz«, sie kannte die Hauptfiguren Jon, Cati, Anett und Daniel zum Schluss fast besser als ich .

Nach der Manuskriptabgabe begann dann das Warten auf Plotredaktion, Lektorat, Cover, die Entscheidung über den endgültigen Titel (mein Vorschlag „Playground Chess“ ergab sich ganz automatisch und ist zusammen mit dem Untertitel perfekt!)  … und schließlich, als alles fertig war, schloss sich die nächste Wartephase an, das Warten auf die Übermittlung der Buchdaten an die Buchhändler. Das ist in dieser Woche geschehen und jetzt beginnt die letzte Wartezeit, nämlich auf die Veröffentlichung. Dann beginnen auch die Lesungen! Zwei Termine stehen: die Premierenlesung am 27.10., direkt nach der Buchmesse – und zwar in Köln, in der coolen Spirits-Bar – und die Lesung bei Köndgen in Schwelm am 27.11. Für die Zuhörer*innen ist sowohl in der Bar als auch in der Buchhandlung die eine oder andere Überraschung geplant. 🙂

 

Kylies Laufbuch

Kaffeekasse leer? Geschenkt ist doch ein fairer Preis, der vielleicht motiviert, mal reinzublättern in die Laufgeschichten. Mit E-Books ist das ja alles trotz Buchpreisbindung möglich. Und in Kylies TRY RUNNING IN MY SHOES Blog war ja auch alles gratis. Da dort aber in letzter Zeit immer irgendwelche von mir nicht bestellte Werbung aufpoppte und alles nur noch unaktualisiert vor sich hindümpelte, ist das Ganze nun ein nicht mehr öffentlicher Privatblog.

Im Amazon Kindle Unlimited Abo kostet das Laufgeschwätz in 42 Episoden nichts. Und ohne Abo nur 99 Cent.

Ach ja, den Klappentext habe ich auch noch mal aktualisiert, so finde ich ihn jetzt aussagekräftiger.

Von dem vermutlich längsten Anlauf aller Zeiten, die vier Stunden im Marathon zu knacken, auch davon wird in diesem Buch berichtet. Allerdings schweift Kylie Cat, die weder sich selbst noch ihre läuferischen Ambitionen allzu ernst nimmt, immer mal wieder meilenweit ab vom Weg, der nie das Ziel war. Und so geht es zwar ums Training, um Sechserschnitte, Volksläufe, Marathonpläne und Eisenmangel, aber auch um andere, ebenso wenig weltbewegende Ereignisse, die mit dem Laufen nur am Rande zu tun haben. Nebenbei erhält die geneigte Leserschaft erstaunliche Einblicke in die längst vergangene Epoche der goldenen 2000er, als eine simple Stoppuhr mitunter das Höchstmaß an technischer Laufausrüstung darstellte.

Lesung aus „Erklär mir mal Wuppertal“ bei der LIT.ronsdorf

Erklär mir mal Wuppertal | Lesung am 28. Oktober 2016

lit_ronsdorf_2016Die Ronsdorfer Literaturtage nahen, eine Institution in Wuppertal, ins Leben gerufen vom Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein. Schon zum 10. Mal  bietet die LIT.ronsdorf literarisch Interessierten drei Wochen lang ein buntes Programm. Am 28. Oktober sind wir mit „Erklär mir mal Wuppertal“ in Ronsdorf zu Gast. Wer also Lust hat, bei Bergischen Waffeln und einer Tasse Kaffee spannende und teils sehr kuriose Geschichten aus der Historie der ehemaligen Stadt Ronsdorf zu erfahren – zum Beispiel, warum Elias Eller die Stadt Ronsdorf überhaupt gründete, wer die berühmte Rondsorfer Rede gehalten hat, wie der unglückselige Redner wenig später ums Leben gekommen ist und warum eine Ronsdorfer Schule mal aus allen Nähten platzte – ist herzlich willkommen. Meine Mit-Autorin Simone Jacken und ich freuen uns auf Besuch von Groß und Klein zwischen 15:30 und 18:00 Uhr im Café Calvin | Gemeindehaus Ev.-ref. Kirchengemeinde an der Kurfürstenstr. 13.

Zum kompletten Programmflyer der Lit.ronsdorf: lit_ronsdorf_literaturtage20161008-29_broschuere

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Integration und so: 1 Jahr nach dem großen Willkommen

© 2015 Willkommen in Cronenberg | Laufgruppe

©Willkommen in Cronenberg | Laufgruppe

Würde man mich fragen, wie es denn so klappt mit der Integration, könnte ich im Brustton der Überzeugung behaupten: Ich kann nicht klagen, läuft. Rund 20 arabisch-syrische Vokabeln habe ich schon gelernt, und ein bis zwei Wörter, darunter danke (shukran), kann ich auch in arabischer Schrift erkennen – nicht wirklich lesen, aber ich habe mir die Abfolge der Zeichen eingeprägt. In meinen Vorratsschränken ist stets arabisches Fladenbrot (Chubz) in ausreichender Menge zu finden. Ich kann nach Kardamom duftenden Kaffee nach syrischer Art aus Kaffeepulver mithilfe einer Herdkanne kochen. Ich bin in der Lage, Hummus frisch zuzubereiten und gebe meinem Kind in die Schule Chubz-Sandwiches mit Olivenöl und Zatar mit.

Aber darum geht’s natürlich nicht, es geht um diejenigen, von denen Deutschland erwartet, dass sie sich doch bitte integrieren. Wenn ich das höre und lese, muss ich echt an mich halten – Integration zu fordern, aber zugleich Integrationswilligen oft gar nicht die Möglichkeit dazu zu geben, das ist schon verwegen. Ein Jahr ist vergangen, und der integrationswilligste Syrer, den ich kenne, hat immer noch keinen Asylbescheid, und somit offiziell immer noch keine Berechtigung, an einem Sprachkurs teilzunehmen, bzw. dann ist es ja eine Verpflichtung.  Und erst dann werden die Kosten dafür übernommen. Dass er trotzdem einen Kurs besucht, hat das Bündnis ermöglicht. Er hat immer noch keine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis, obwohl er eine Vollzeitstelle (!) haben könnte und dann nicht mehr angewiesen wäre auf die Gnade der Beihilfe. Stattdessen legt ihm die deutsche Bürokratie lieber haufenweise Steine in den Weg, eines Sisyphos würdig. Und er ist ja nur einer von so vielen, denen es nicht besser ergeht, aber eben einer, dessen Alltag in Deutschland ich seit einem Jahr miterlebe.

Auf den Tag genau vor einem Jahr haben sich viele Wuppertaler vor dem Schulzentrum auf den Südhöhen versammelt, um hunderte Geflüchtete freundlich zu empfangen. Die angekündigten Busse kamen aber nicht, und darum gingen wir Küllenhahner, Cronenberger, Südstädter und andere, die gewartet hatten, wieder nach Hause – um am nächsten Tag wiederzukommen. Denn am 9. September 2015 rollten sie dann an, busladungsweise wurden Leute hierher transportiert, in unsere Nachbarschaft. Später meinten einige Zeitgenossen, das sei ja wohl peinlich gewesen. Diese ganze bescheuerte Willkommensheißerei sei absurd und nichts anderes.

Heute weiß ich, dass die Menschen in den Bussen sich freuten, dass es ihnen gut tat, in lächelnde Gesichter zu schauen. Die meisten hatten schon ganz anderes erlebt auf ihrer Flucht, hatten mehrere Bundesländer kennengelernt, waren innerhalb Deutschlands schon von einer zur nächsten Stadt gekarrt worden, von Süden nach Norden, Osten und Westen, ohne zu wissen, warum, wohin – und wann sie endlich irgendwo angekommen wären. Jetzt waren sie zunächst einmal hier in Wuppertal Cronenberg angekommen, wohnten vorübergehend in Sporthallen, dann in einer eilig hergerichteten Notunterkunft an der Hastener Straße. Cronenberger schlossen sich in kürzester Zeit zu einem Bündnis zusammen, es fand Sprachunterricht statt, eine Kleiderhalle wurde eingerichtet, ein Lauftreff organisiert und vieles mehr.

Böse oder zumindest kritische Zungen meinten damals, ja, das sei sowohl bei uns in Cronenberg als auch bundesweit alles nur eine kurzlebige Hilfsbereitschaftswelle, die würde bald schon abebben, die Ernüchterung auf dem Fuße folgen. Aber dem war nicht so, im Gegenteil. Ich weiß von so vielen Kontakten und Freundschaften, die damals entstanden sind und andauern. Und wenn ich einige lamentieren höre, von Überfremdung, Islamisierung, Flüchtlingswellen und das sei ja alles unschaffbar, denke ich, merkwürdig, wie unterschiedlich doch die Wahrnehmung und das daraus resultierende Tun sein kann. Die einen fühlen sich bedroht, gehen auf Abstand, reden von Burkas, ohne überhaupt jemals einer Frau mit Burka live begegnet zu sein; die anderen schließen Freundschaften, einfach so. Weil man sich nett findet, zum Beispiel. Ich wünsche mir sehr, dass es viel mehr Verbindungen gäbe zwischen Deutschen und Geflüchteten, schon allein, um Merkels „Wir schaffen das“ wahr werden zu lassen. Denn zu sagen, schaffen wir nicht, heißt, wir schaffen das nicht, weil wir nur zuschauen und abwarten. Eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Jetzt heißt es neuerdings „Deutschland bleibt Deutschland.“ Mit allem, was uns daran lieb und teuer ist und so, sagt Frau Merkel noch dazu. Ja, das will ich doch schwer hoffen. Nicht auszudenken, ein Deutschland ohne Chubz, ohne Zatar, ohne Hummus und ohne „marhabaan“ in den Straßen, das übrigens nicht nur „Hallo“ heißt, sondern auch „Herzlich willkommen“.