Reimerleien als Buch

Die Reimerleien aus dem Reimerlei-Blog habe ich in Buchform gebracht.
Das war eine Art Rettungsaktion, bevor sie ausgelagert wurden. Auf der Website gab es einige Umstrukturierungen, der die meisten Reimerleien leider zum Opfer gefallen sind. Aber nun leben sie als Büchlein weiter.

Kindle-Unlimited-Nutzer können die Reimerleien als E-Book für sagenhafte 0,00 Euro auf den Reader laden, regulär kostet es 2,99 Euro. Das E-Book ist exklusiv nur bei Amazon erhältlich, und zwar hier.

Das Taschenbuch für 8,99 Euro ist im Unterschied zum E-Book ab Ende Juli überall bestellbar, wo’s Bücher gibt. Das heißt, das gedruckte Buch „Reimerleien“ mit der ISBN 9783748575238 kann sowohl online als auch in jeder Buchhandlung bestellt werden, ob direkt im Epubli-Shop, bei Amazon, Hugendubel, Thalia, Buchhandel.de, Deutsche-Buchhandlung.de, Buchkatalog.de oder Weltbild.


Gewidmet habe ich die
Reimerleien – Heiteres in Vers und Reim meiner Mutter, die Gedichte ebenfalls sehr liebte und auch selbst wunderbar gereimt hat. Drei ihrer Gedichte sind in dem Büchlein enthalten, und ich weiß, dass sie sich dort, wo sie jetzt ist, darüber freuen wird, ihr „Amore Criminale“, „Lustig ist die Jägerei“ und „Eichhörnchens Rettung“ gedruckt zu sehen.


Alles neu für Selfpublisher

Bild von pixel2013 auf Pixabay

Lange herrschte Totenstille im Blog, was mit der großen Menge an Projekten im letzten Jahr zusammenhängt. Meine Tätigkeit als Texterin verlagerte sich zeitweise in den Print-Bereich; so durfte ich unter anderem als Texterin an tollen Kochbüchern mitwirken und stehe nun unter anderem im Impressum des neuen Thermomix-Kochbuchs für den TM6 mit dem schönen Titel „Einfach. Selbst. Gemacht.“ Mit Büchern habe ich mich auch zum einen als Lektorin für eine regionale Kinderbuchreihe, zum anderen als Texterin für einen Kinderbuch- und einen weiteren Buch-Onlineshop mit Vollsortiment beschäftigt. Mehr oder weniger „nebenbei“ habe ich noch ein eigenes Buch geschrieben und erfolgreich Verlagen angeboten – einen Roman, der unter dem Pseudonym Viola Sanden im Herbst bei Piper erscheinen wird.

Damit noch nicht genug, habe ich Erfahrungen im Selfpublishing gesammelt, an Fortbildungen wie dem Self-Publishing-Day 2018 und der skriva Schreibwerkstatt 2019 teilgenommen und mich mit Buchmarketing und Bookstagram beschäftigt. Aus eigenen Fehlern konnte ich vieles lernen, und auch aus dem, was ich richtig gemacht habe. Viele Aktivitäten, bei denen ich erkannte: Aus Begeisterung für diese Bereiche möchte ich mein Angebot um einige buch- und autorenrelevante Themen wie Korrektorat, Klappentext, Exposé, Beratung und Tipps für Dienstleister erweitern. Ich empfehle nur Dienstleister, mit denen ich selbst schon zusammengearbeitet habe und von deren Qualität ich überzeugt bin. Mehr zum Thema Selfpublishing auf einer eigenen Seite > Selfpublisher.

Warum in Klappentext und Cover investieren?

Bei der Beschäftigung mit Themen rund um das Selfpublishing – also dem eigenständigen Publizieren von Büchern ohne Verlag – ist mir aufgefallen, dass nach wie vor viele Selfpublisher das Erfolgspotenzial ihrer Bücher nicht ausschöpfen, sondern es schon vor dem ersten Blick ins Buch durch schlechte Klappentexte und unprofessionelle Cover zunichte machen. Da kann die Story noch so spannend, anrührend, dramatisch, aufwühlend sein: Ist die „Verpackung“ schlecht, hat es auch eine richtig gute Geschichte extrem schwer. Erfolgreiche Selfpublisher wissen, wie der Buchhase hoppelt. Ihre Bücher durchlaufen vor der Veröffentlichung in der Regel die gleichen Prozesse wie ein Buch im Verlag: Plotredaktion, Titelfindung, Erstellung von Klappentext und Aufmacher, Coverdesign, Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Buchmarketing. Doch gerade am Anfang des Weges als Selfpublisher wird ein solcher finanzieller Aufwand kaum in Relation stehen zum Buchverkauf. War es früher noch eine überschaubare Anzahl an professionell erstellten Büchern und E-Books, die im Selfpublishing erschienen, ist heute der Markt hart umkämpft und hoch professionalisiert. Immer mehr Titel drängen in immer kürzeren Abständen auf den Markt, und die weitaus meisten von ihnen gehen im Amazonasbecken gnadenlos unter. Dieses Schicksal kann auch einen sorgfältig lektorierten, korrigierten und gesetzten Titel mit ansprechendem Cover und Klappentext ereilen. Lassen Cover und Klappentext aber schon Defizite erkennen, kann das Buch nicht nur untergehen, sondern es wird genau das tun. Tief abtauchen, weitestgehend ungesehen, ungelesen, unverkauft. Gern optimiere ich deinen Klappentext, sodass er kurz und prägnant Lust auf dein Buch macht.

Verlags- oder Agentursuche mit Exposé

Selfpublisher zu sein schließt nicht aus, bestimmte Stoffe auch Verlagen anzubieten – oder Agenturen, die an Verlage vermitteln. Publikumsverlage mit Imprints und Digital-Programmen setzen zunehmend auf versierte Selfpublisher, die bereits Erfahrung im Selfpublishing und damit verbunden eine Affinität zu Social Media und Buchmarketing sowie eine Fanbasis mitbringen. Es ist spannend, Verlagsluft zu schnuppern, und sei es auch nur, um die Erfahrungen mit den Veröffentlichungsprozessen zu vergleichen und entscheiden zu können, ob der Verlag oder das Selfpublishing besser zum persönlichen Konzept passt. Davon abgesehen schließt das eine das andere nicht aus, wie die erfolgreichen Hybridautoren und -autorinnen beweisen, die sowohl im Verlag als auch im Selfpublishing veröffentlichen. Wer sein Werk einem Verlag anbieten möchte, braucht zwingend ein professionelles Exposé inklusive „Pitch“ (die Kürzestzusammenfassung der Handlung in drei Sätzen), Inhaltsangabe und Leseprobe. Auch die meisten Agenturen erwarten zusammen mit der Leseprobe ein Exposé.
Bei Bedarf unterstütze ich dich bei der Anfertigung eines Exposés und der Überarbeitung der Leseprobe.

Mein neuer Service für Autorinnen und Autoren

Es ist erstaunlich, aber Fakt: Genau das, was viele Autoren weniger gut können und darum hassen, kann und liebe ich – nämlich Korrektur lesen, Klappentext und Exposé. Als Besonderheit biete ich ein erweitertes Korrektorat, das nicht so tief in den Text eingreift wie ein Lektorat und darum auch günstiger ist, aber doch deutlich über ein normales Korrektorat hinausgeht – optimal für Anfänger/innen, die nicht gleich einen vierstelligen Betrag in ihr Buch investieren wollen. Lektorate übernehme ich nur ausnahmsweise und genreabhängig. Ich berate rund um den Veröffentlichungsprozess und verspreche deinem Buch NICHT das Blaue vom Himmel, sondern teile dir meine ehrliche Meinung schonend, aber wahrheitsgemäß mit. Als professionelle Coverdesignerin mit der ich auch bei eigenen Projekten zusammenarbeite, empfehle ich A&K Buchcover. Im Covershop findest du sehr günstige Premades (vorgefertigte Cover), A&K Buchcover bietet aber auch fair kalkuliertes individuelles Coverdesign sowie Werbemittel für dein Buch. Bei allen Fragen zu meinem Service und den Preisen: Bitte einfach Kontakt aufnehmen, am besten per E-Mail an info[at]taltexte.de oder Kontaktformular nutzen. Ich freue mich auf spannende neue Projekte!

Kylies Laufbuch

Kaffeekasse leer? Geschenkt ist doch ein fairer Preis, der vielleicht motiviert, mal reinzublättern in die Laufgeschichten. Mit E-Books ist das ja alles trotz Buchpreisbindung möglich. Und in Kylies TRY RUNNING IN MY SHOES Blog war ja auch alles gratis. Da dort aber in letzter Zeit immer irgendwelche von mir nicht bestellte Werbung aufpoppte und alles nur noch unaktualisiert vor sich hindümpelte, ist das Ganze nun ein nicht mehr öffentlicher Privatblog.

Im Amazon Kindle Unlimited Abo kostet das Laufgeschwätz in 42 Episoden nichts. Und ohne Abo nur 99 Cent.

Ach ja, den Klappentext habe ich auch noch mal aktualisiert, so finde ich ihn jetzt aussagekräftiger.

Von dem vermutlich längsten Anlauf aller Zeiten, die vier Stunden im Marathon zu knacken, auch davon wird in diesem Buch berichtet. Allerdings schweift Kylie Cat, die weder sich selbst noch ihre läuferischen Ambitionen allzu ernst nimmt, immer mal wieder meilenweit ab vom Weg, der nie das Ziel war. Und so geht es zwar ums Training, um Sechserschnitte, Volksläufe, Marathonpläne und Eisenmangel, aber auch um andere, ebenso wenig weltbewegende Ereignisse, die mit dem Laufen nur am Rande zu tun haben. Nebenbei erhält die geneigte Leserschaft erstaunliche Einblicke in die längst vergangene Epoche der goldenen 2000er, als eine simple Stoppuhr mitunter das Höchstmaß an technischer Laufausrüstung darstellte.

Jetzt auch als Buch: TRY RUNNING IN MY SHOES

So lange nichts geschrieben … falsch. Ich habe so viel geschrieben, dass mir für mein Blog die Zeit fehlte. Und jetzt gibt es endlich was zu lesen, deswegen nachfolgend ein kleiner Werbe“block“ in eigener Sache. Der Klick auf das Buchcover leitet euch nach Amazonien, da führt kein Weg drum herum, denn bei dem Büchlein handelt es sich um ein E-Book zum Preis von 99 Cent. Ein Laufschnäppchen  also. Für mich war das Ganze ein echtes Spaßprojekt und wenn der eine Läufer oder die andere Läuferin ebenfalls etwas Spaß dran hat, umso besser. Für diejenigen, die nicht so gerne lesen oder Amazon nicht mögen, habe ich auch eine knappe Zusammenfassung aller 42 Episoden rund ums Laufen an Wupper, Rhein und Ruhr vorbereitet. Das spart Zeit und Geld.

»Warum man dieses Buch lesen muss? Nun, man muss nicht. Die erste Episode ist zum Beispiel total langweilig. Darum hier die Kurzfassung, dann kann sie übersprungen werden. Start des Blogs mit ermüdender Rückschau auf die vergangenen, überwiegend depressiven 12 Laufjahre und hoffnungsvollem Ausblick auf das, was da läuferisch noch kommen mag. Es kam dann anders, und die geplante Bestzeit fand erst zwei Jahre und ein Kind später statt. Damit habt ihr jetzt eigentlich alle Informationen und braucht nicht mehr weiterlesen, denn wenn ich’s recht bedenke, könnt ihr auch die nächsten 41 Episoden überspringen. Danke für eure Aufmerksamkeit!«

Ausführlichere Infos habe ich aber auch. Wohl dem (oder der), der (oder die) seine (oder ihre) eigene Pressemeldung verfassen kann.

Kurzgeschichten vom Laufen an Wupper, Rhein und Ruhr von der Wuppertaler Autorin Manuela Sanne

TRY RUNNING IN MY SHOES – Laufgeschwätz in 42 Episoden
Marathonlaufen, Musikhören & Haarefärben

Wuppertal, 22.02.2018. Als „Kylie Cat“ hat Manuela Sanne viele Jahre übers Laufen gebloggt. Nun hat die Wuppertaler Autorin einige ihrer im privaten Blog veröffentlichten Laufgeschichten als E-Book herausgebracht  – passenderweise unter ihrem Läuferinnen-Pseudonym. Gewidmet ist das Buch ausdrücklich dem „hinteren Mittelfeld“, also den Menschen, die mit viel Spaß, Ausdauer und Enthusiasmus weder extrem schnell noch extrem langsam auf den Laufstrecken unterwegs sind.

Der Weg war nie das Ziel: „Es werde Sub Vier!“ oder vom längsten Anlauf aller Zeiten, die vier Stunden zu knacken

Manuela Sanne, bislang vor allem als regionale Kinderbuchautorin bekannt, bezeichnet sich selbst als mittelmäßig begabte, aber seinerzeit durchaus ehrgeizige und ausdauernde Läuferin. Ihr großes Ziel, den Marathon einmal unter der magischen Vierstundengrenze zu finishen, erfüllte sich erst beim „Wunder von Duisburg“ im 14. Anlauf. Und so geht es in TRY RUNNING IN MY SHOES ums Laufen – um Sechserschnitte (nicht zu verwechseln mit einem Sechserpack Milchschnitte), um Volksläufe rund um Wuppertal, um Winterlaufserien und Marathon – aber auch um (laut Klappentext) andere wenig weltbewegende Ereignisse – wie zum Beispiel Haarefärben und Musikhören. Da Kylie Cat weder sich noch das Laufen bierernst nimmt, ist ihr Buch keine Aneinanderreihung von Laufberichten, sondern laut Autorin „Laufgeschwätz in 42 Episoden“. Der Bergischen Laufszene wird vieles bekannt vorkommen: Blutfinke, Sambatrassenlauf, Solinger Klingenlauf, Neandertallauf, Neusser Erftlauf, Haßlinghauser Laufevent, Frühjahrslauf im Düsseldorfer Volksgarten – und nicht zu vergessen der Duisburg- und der Berlin-Marathon.

TRY RUNNING IN MY SHOES
Marathonlaufen, Musikhören & Haarefärben | Laufgeschwätz in 42 Episoden
Kylie Cat

Crashkurs DaF fürs Ehrenamt

Draußen schönster Frühling, drinnen ein gutes Dutzend Freiwillige, die sich trotz verlockender Sonne weiterbilden. Am Wochenende! Freitag und Samstag! Und an beiden Tagen vollzählig – auch am zweiten Kurstag fehlte bei prächtigstem Wetter niemand. Bestimmt lag dieser Eifer nicht an der Teilnahmebestätigung, die am Schluss verteilt wurde und die im Grunde – ohne das abwertend zu meinen – allenfalls so eine Art Jodeldiplom ist. Sondern es passte einfach alles super zusammen: ein gutes Dutzend motivierter Kursteilnehmer_innen, eine sympathische Dozentin und natürlich ein äußerst interessantes Thema: Deutsch als Fremdsprache, kurz DaF.

Nun kann man in einem zweitägigen Wochenendkurs nicht mal eben schnell DaF umfassend vermitteln, das dürfte jedem klar sein. War auch nicht das Ziel dieser Weiterbildung, die sich an Leute wie mich richtet. Menschen jeden Alters, die sich der Herausforderung stellen, Geflüchteten Grundlagen der deutschen Sprache zu erklären, ohne die dafür erforderliche Ausbildung zu haben. Dabei bin ich vor anderthalb Jahren ja auch schnell an meine Grenzen gestoßen. Selbst seine Muttersprache gut in Wort und Schrift zu beherrschen bedeutet nämlich noch lange nicht, Deutsch als Fremdsprache systematisch lehren zu können. In der Rolle als Unterstützerin bei Behördengängen und den verschiedensten Dingen des Alltags fühlte ich mich kompetent und konnte wirklich helfen, nicht aber als Deutschlehrerin. Da musste ich schon bei der Regel zur richtigen Verwendung von „sein“ und „haben“ und des Genus feststellen: Ich kann das, aber ich kann selbst elementare Grammatikregeln nicht begreiflich machen und ich habe auch keine Ahnung von den verschiedenen Methoden der Vermittlung. Wortschatzarbeit, Phonetik … das macht man nicht alles mal locker aus der Hüfte, nur weil man des Deutschen ganz gut mächtig ist.

Ich war darum froh, dass alle meine neuen syrischen Bekannten recht schnell Plätze in regulären Kursen erhielten. Zur Überbrückung organisierte ich Deutschstunden bei anderen Ehrenamtlern, die wenigstens einen pädagogischen Hintergrund hatten. Was man nicht kann, sollte man besser lassen …, singt schon der feine Herr Alligatoah – und da hat er recht. Aber ich dachte mir immer, wenn du irgendwann viel Zeit hast, dann frischt du dein verstaubtes Grammatikwissen wieder auf, dann bildest du dich mal weiter. Ich sah mich schon als betagte Seniorstudentin in der Uni Vorlesungen besuchen, aber bis dahin dauert’s ja doch noch etwas … wer weiß, was dann ist …

Als ich dann über die Facebook-Gruppe Willkommental von dem Angebot dieses Weiterbildungs-Crashkurses in Wuppertal erfuhr, meldete ich mich spontan an. Und so kam es, dass ich gestern und heute in einem sehr hübschen Kursraum der Villa Media (freundlicherweise kostenlos für die gute Sache zur Verfügung gestellt, wofür ich mich hier herzlich bedanke!) saß – nein, leider nicht in der Cocktailbar, sondern nebenan. In der Gruppe gab es mehrere pensionierte Lehrer_innen, zwei junge Lehrerinnen, gerade mit dem Studium fertig, aber ohne DaF-Spezialwissen, und Leute aus ganz anderen Berufen. Wir alle hatten eine Gemeinsamkeit, nämlich das Engagement für Geflüchtete. Angesichts der vielen deprimierenden Hassäußerungen in den sozialen Netzwerken und im realen Leben tat es total gut, zu sehen: Mensch, es geht doch auch anders. Da sind ja ganz viele, die nicht alles negativ bewerten, die Freundschaften geschlossen haben mit Geflüchteten und die fremde Kulturen als Gewinn und nicht als Bedrohung empfinden.

Und wie so ein Gewinn aussehen kann, zeigte unsere Dozentin Nasanin, geboren in Afghanistan. Als sie drei Jahre alt war, flüchtete ihre Familie – Vater, Mutter, vier ältere Schwestern und sie als jüngstes Kind – nach Deutschland. Und heute unterrichtet Nasanin Deutsch als Fremdsprache, ist Dozentin und engagiert sich im Verein Deutsche Sprache e.V. Ich bin mir sicher, dass ganz viele Kinder, deren Familien in den letzten Jahren wegen Krieg, Terror und Verfolgung nach Deutschland geflüchtet sind, ebenfalls die Chance auf Integration, Bildung und eine gute Ausbildung nutzen werden – wenn wir alle dabei helfen, ihnen diese Chance zu geben! Was die Sprache anbelangt, haben es die Kinder natürlich deutlich leichter als Erwachsene, sie lernen schnell und ganz anders, als ihre Eltern. Für die meisten Erwachsenen bedeutet das Deutschlernen harte Arbeit und eine ungeheure Leistung, vor allem für Menschen, die eine anderere Schrift benutzen. Nasanin zeigte uns anhand zweier Übungen in ihrer Muttersprache Dari, einer afghanischen Variante des Persischen, wie schwierig es ist, sich Wörter und dazu noch fremdartige Buchstaben einzuprägen. Diese Leistung, eine neue Sprache UND eine neue Schrift zu erlernen, müssen viele Geflüchtete aus dem arabischen Sprachraum vollbringen. Andere sind komplette Analphabeten ohne Schulbildung oder können kaum schreiben und lesen, weswegen die Alphabetisierung auch Kursthema war.

Es war ein kurzweiliges, lehrreiches und sehr praxisorientiertes Weiterbildungsangebot, das mir Ende 2015, als ich ca. 3 Monate „Plötzlich Deutschlehrerin“ war, sehr geholfen hätte. Schade, dass die Mühlen des BAMF dann doch auch hier so langsam gemahlen haben und es das Angebot erst seit einem halben Jahr gibt. Dies war einer der letzten Termine. Danach gilt es wieder, neue Fördermittel für das Projekt zu beantragen.  Ich hoffe und wünsche sehr, dass sie bewilligt werden.