Lesenslauf

Nun denn – jetzt ist sie mal so frei
und stellt sich vor: Frau Reimerlei.
Als Kind schon war’s ihr eine Qual,
las ihre Mutter nur einmal
die Gutenachtgeschichte vor:
Die reichte höchstens für ein Ohr.
Zwei mussten es am Abend sein,
sonst schlief Klein-Reimerlei nicht ein.

Früh übte sie auch schon diverse
Gedichte oder hübsche Verse,
die sie gern ungefragt erzählte
und so die Anverwandten quälte.
Was sind sie alle froh gewesen,
als es dann losging mit dem Lesen:
Kam die Verwandtschaft zu Besuch
saß sie fortan ganz still vorm Buch!

Wollte man Reimerlei was schenken,
dann gab es nicht viel nachzudenken:
Man schenkte Krüss und Guggenmos,
auch Wilhelm Busch bedenkenlos.
Der großen Dichtungen Vertreter,
folgten erst ein paar Jahre später –
Die Herren Goethe, Schiller, Storm
beeindruckten sie ganz enorm.

Seither liebäugelt sie nach Kräften
mit vielseitigen Büchergeschäften,
studierte zwischendurch kurz einmal
– zog diesbezüglich nach Wuppertal –
kehrte dann aber doch zum Glück
reumütig zu den Büchern zurück,
durfte 2010 ihr Tuffi-Buch schreiben-
und lässt das Lesen einfach nicht bleiben!

©Reimerlei 2011