Zwei am Ende

Quelle: Wikimedia Commons

 

Und am Ende, wenn wir unter der Kastanie stehen,
heftig leiden unter Herbstzeit-Depressionen,
keine Brücke bauen, uns mit nichts verschonen,
Schwüre brechen, Tatsachen verdrehen,
denken wir, das sei der Lauf des Liebeslebens,
alles Streben, Sehnen wieder mal vergebens,
wir können uns nicht in die wunden Augen sehen.
Statt wohlig fühlen wir uns seelisch unbelaubt,
und keiner schüttet Asche über unser kahles Haupt.


 

Für das „Gedichtespiel“  Oktober 2012 verfasst aus den Vorgaben
Kastanie  Brücke brechen leiden wohlig

Platz 1: „Zwiesprache“ von tigali
Platz 2: „Fest verwurzelt aneinander gekettet“ von mordred
Platz 3: „Zwei am Ende“ von Reimerlei