Reimschule

Reimerleis kleine Reimschule: 10 Tipps für ein gelungenes eigenes Gedicht

„Wie wohl ist dem, der dann und wann
sich etwas Schönes dichten kann!“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 1. Kapitel

Gedicht-schreibenWenn der nächste Familiengeburtstag naht und es diesmal vielleicht sogar ein runder ist, beginnt die Suche nach dem passenden Geschenk. Schwierig, schwierig. Vor allem, wenn die oder der zu Beschenkende keine klaren Wünsche äußert. „Ach, wir haben doch schon alles“, heißt es oft, „Höchstens eine kleine Aufmerksamkeit“ oder „Ich lasse mich überraschen“. Und schon steht man daher, beratschlagt in der Familienrunde, schließt sich vielleicht zusammen für ein gemeinsames größeres Präsent wie eine Reise. Oder es fallen einem nur die typischen „Verlegenheitsgeschenke“ ein: Geld, Parfum, Blumenstrauß, Gutschein … Alles schön und gut oder nützlich, aber irgendwie am Tag des Verschenkens doch etwas fad.

Bietet sich der besondere Anlass – Hochzeit, Hochzeitstag, Geburtstag, Jubiläum usw. – nicht ideal an, die üblichen Verdächtigen (Blumen, Gutschein, Buch, Parfum, Reise …) aufzuwerten? Wie wäre es, dazu ein Original zu verschenken: ein individuelles eigenes Gedicht? Gedacht, getan. Einmal die Suchmaschine befragen und schon erscheinen auf diversen Seiten „persönliche“ Gedichte mit mehr oder weniger abgedroschenen Floskeln. Diese Machwerke werden oft von geschäftstüchtigen Seitenbetreibern über Textportale in Auftrag gegeben und jeder vermeintliche Hobby-Poet darf sich dann für kleines Geld berufen fühlen, einen Vers rauszuhauen. Vergessen Sie’s, tun Sie sich und anderen das nicht an!

Denn: Kaum etwas ist peinlicher als misslungene Verse, die dann vielleicht sogar noch zur allgemeinen Erbauung in größerer Runde vorgetragen werden.

©Wynn Photodesign

Falls Sie jemanden beauftragen möchten, der etwas von Vers und Reim versteht, können Sie weitersuchen – oder bei mir anfragen. Zu meinen Leistungen gehört auch das persönliche Gedicht, das ich für Sie nach Ihren Wünschen schreibe. Keine Textbausteine, kein Schema F, sondern wirklich individuell! Warum das nicht von heute auf morgen geht, erfahren Sie in den FAQ. Meinen Service gibt’s folglich nicht zum Schnäppchenpreis. Sie erhalten aber auch einen echten Gegenwert und investieren Ihr Geld in etwas Bleibendes, Schönes. Ist Ihnen die zu beschenkende Person das wert, dann freue ich mich über Ihre Anfrage!



Vielleicht trauen Sie es sich aber auch selbst zu, und von der eigenen Dichtkunst möchte ich Sie ganz bestimmt nicht abhalten!

Ein originelles, persönliches Gedicht schreiben bedeutet zwar nicht unerhebliche Kopf- und Handarbeit, aber nur so hat das Ganze auch einen ideellen Wert. Denn wenn schon ein Gedicht, dann bitte eines, das handwerklich solide gemacht und inhaltlich auf die Person zugeschnitten ist. Um das hinzubekommen, müssen Sie kein Poet sein. Aber die Muse sollte Sie schon ansatzweise küssen, damit am Ende ein Gedicht entsteht, das nicht in die Rubrik „Nett gemeint, aber leider katastrophal misslungen“ fällt.

Gedicht schreiben oder schreiben lassen? Selbst ist der Dichter!

Versuchen Sie’s doch einfach mal, denn das Reimen macht Spaß! Mit den folgenden 10 Empfehlungen möchte ich Ihrer Muse ein wenig auf die Sprünge helfen. Wenn Sie alle Tipps beherzigen, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines kompletten Reinfalls. Und die Mühe lohnt sich, wenn das Gedicht am Ende tatsächlich gefällt: dem Geburtstagskind, den Gästen und Ihnen selbst.

Tipp Nr. 1: Sammeln Sie viele Stichwörter zum Jubilar für Ihr Gedicht

„Schon brennt der Kopf
Schon glüht der Sitz,
Schon sprüht ein heller Geistesblitz …“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 2. Kapitel

Sie haben also die Idee, selbst ein Gedicht zu verfassen. Geburtstagsgedichte gibt es wie Sand am Meer, Sie müssen nur Google befragen. Da finden Sie alles, von eleganten Kunstwerken der großen Meister bis zu gruseligen Schlagmichtot-Reimen für Suchmaschinen. Wenn das alles aber nicht das ist, was Sie möchten, sondern es etwas Persönliches sein soll, dann greifen Sie am besten ganz altmodisch zu Zettel und Stift. Schreiben Sie auf, was Ihnen zu dem Menschen einfällt, dem Sie mit dem Gedicht eine Freude machen wollen. Fangen Sie mit den einfachsten Dingen an: Name, Alter, Geburtsdatum, Geburtsort, Wohnort. Dann notieren Sie Beruf, Hobbys, besondere Vorlieben, Abneigungen, Charaktereigenschaften. Was sind die großen Lebensereignisse, positive aber auch negative? Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Das Blatt soll sich füllen, auch wenn Sie am Schluss sicher nicht alles verwenden. Was zählt, ist das Bild des Menschen, das sich allmählich abzeichnet. Natürlich soll es überwiegend positiv sein, denn sicher möchten Sie ihn nicht gerade zum Geburtstag nur an Schicksalsschläge erinnern. Die gehören meist auch dazu, sollen nicht unerwähnt bleiben – aber betonen Sie die schönen Stationen des Lebens. Und falls Ihnen rein gar nichts zum Leben, zu den Vorlieben und Besonderheiten des zu Beschenkenden einfällt, lassen Sie die Idee eines selbst verfassten Gedichtes sausen!

Tipp Nr. 2: Legen Sie Länge und Zweck fest: Heiter mit Pointe oder feierlich ernst?

„Begeistert blickt er in die Höh:
„Willkommen, herrliche Idee!“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 2. Kapitel

Die erste Aufgabe ist erledigt, Sie waren fleißig und haben eine umfangreiche Liste erarbeitet. Bevor Sie nun anfangen, die Stichwörter zu sortieren und die besten auszuwählen, gehen Sie noch mal in sich: Was genau haben Sie mit dem Gedicht vor? Möchten Sie nur ein paar kurze, persönliche Zeilen auf eine Karte oder einen Brief schreiben? Oder soll es ein Gedicht sein, das vorgetragen wird? Für einen Vortrag kann es kurz und knackig mit lustiger Pointe sein – aber auch eher getragen und ausführlich, als eine Art Hommage auf das Geburtstagskind. Übrigens fallen längere Gedichte, die eine kleine Geschichte erzählen, oft leichter als ein kurzer Spruch. Je kürzer ein Gedicht, desto mehr muss jedes Wort sitzen. Ein Vierzeiler kann darum verzwickter sein und Sie länger beschäftigen als acht, zwölf oder mehr Zeilen.

Entscheiden Sie nach Gefühl und berücksichtigen Sie die Mentalität des Adressaten. Ob sich eine sportliche, attraktive, mitten im Leben stehende Frau zum 50. Geburtstag wirklich eine salbungsvolle Erinnerung an die Vergänglichkeit der Jugend wünscht? Oder ob der 80-Jährige Ihren Sinn für schwarzen Humor teilt? Es ist also mehr als nur ein bisschen Feingefühl gefragt, Sie brauchen schon einen guten Draht zu dem Menschen, dem Sie Ihre Verse widmen. Und wenn Sie das Gedicht im größeren oder kleinen Kreis vortragen, sollten Sie natürlich auch überlegen: Wie sind die so drauf? Was kommt da gut an? Wenn Sie alle diese Dinge bedenken, ist die Richtung bestimmt schnell festgesteckt. Allmählich wird das Projekt Geburtstagsgedicht konkret. Was Sie nun festlegen müssen, ist das Reimschema.

Tipp Nr. 3: Entscheiden Sie sich für ein einfaches Reimschema

„Und dass Du so mein Herz gewannst,
Macht bloß, weil Du so dichten kannst!“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 1. Kapitel

Für ein Geburtstagsgedicht eignen sich einfache Reimschemata wie der Paarreim (AABB), der Kreuzreim (ABAB) und eventuell auch der umarmende Reim (ABBA). Bloß keine schwierigen Gedichtformen wie Sonette, Elegien oder Ritornelle – bleiben Sie bei Ihren Leisten! Ich empfehle Paar- und Kreuzreime, wenn das Gedicht vorgetragen werden soll. Denn auch für Zuhörer ist dieses Schema leicht nachzuvollziehen. Ein umarmender Reim könnte als Vierzeiler auf einer Karte elegant anmuten – vorausgesetzt, Ihnen fallen die richtigen, nicht zu abgedroschenen Worte ein. Sonst wirkt ein umarmender Reim schnell ungewollt lächerlich. Für absolute Anfänger ist der Paarreim am einfachsten umzusetzen. Da sprudeln auch die Ideen fast automatisch, denn Sie müssen nicht „um die Ecke“ denken.

Tipp Nr. 4: Gehirnakrobatik ist gefragt: Welche Reimwörter passen zu den Stichwörtern?

„Bald fühlt auch Bählamm süßbeklommen
die herrlichsten Gedanken kommen.“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 3. Kapitel

Steputat | Antiquarische Ausgabe

Steputat | Antiquarische Ausgabe

Idealerweise ist Ihre Stichwortliste bunt gemischt: Substantive, vielleicht auch ein paar Superlative, Verben und Adjektive. Wie können Sie dies Sammelsurium nun in Reime verpacken? Ein Füllhorn an Inspiration ist hier der gute alte Steputat. Dabei handelt es sich um ein Reimlexikon mit mehr als 100 Jahren und zahlreichen Auflagen auf dem Buckel, das im Reclam Verlag erschienen ist. Es ist sinnvoll nach Endungen geordnet und somit eine tolle Fundgrube mit rund 25.000 Reimwörtern. Sämtliche Online-Varianten fallen dagegen ganz stark ab und bieten oft einen furchtbaren Unfug an. Meiner Meinung nach ist der Steputat das beste Handwerkszeug für Hobbydichter.

Finden Sie einen Anfang, schreiben Sie nach diesem Einstieg auf, was Sie erzählen möchten und überlegen Sie sich einen Schluss. Es muss sich noch nicht alles reimen, aber es soll schon Form annehmen. Vielleicht springen Sie dann die möglichen Reime schon an. Überlegen Sie aber immer, ob es nicht noch eine andere Variante als die naheliegende gibt. Herz und Schmerz, Schein und Sein – das ist zum Gähnen. Schwierige Wörter, auf die Sie absolut keinen Reim finden, ersetzen Sie entweder durch ähnliche oder Sie stellen den Satz so um, dass dieses Wort nicht am Ende steht. Schwierige Vornamen zum Beispiel. Onkel Rudolf könnte zwar Golf spielen, aber schön klingt das nicht, was an der Betonung und an den Silben liegt. Damit sind wir schon beim nächsten Tipp.

Tipp Nr. 5: Achten Sie auf die Betonung und zählen Sie Silben

„Und ahnungsfroh empfindet er’s:
Glück auf! Jetzt kommt der erste Vers.“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 2. Kapitel

Wichtig ist, dass nicht nur die Reime passen, sondern dass auch die Silbenzahl und die Betonung stimmen. Das fängt beim einzelnen Wort an und zieht sich durch die Zeilen. Auf Rudolf einen Reim zu finden, ist schon ambitioniert. Mir fiele da spontan nur Fleischwolf oder Schrottgolf ein, und das wird wahrscheinlich nicht das sein, was Ihnen weiterhilft. Also achten Sie darauf, dass Sie den Onkel Rudolf an den Anfang oder in die Mitte der Zeile packen – und auf die Anzahl der Silben und deren Betonung. Sie wollen direkt auf die Einladung zur Geburtstagsfeier zu sprechen kommen und sich bedanken?

So zum Beispiel:
Onkel Rudolf lud uns zum Geburtstag ein,
und wir alle freun uns, heute hier zu sein.

Und so nicht:
Onkel Rudolf lud uns zu seinem Geburtstag ein,
und wir freuen uns alle sehr, heute bei ihm zu sein.

So geht’s:
Weil Onkel Rudolf gerne kräftig feiert,
hat er die Riesenparty angeleiert.

So lieber nicht:
Weil Onkel Rudolf gern feiert,
hat er eine Party angeleiert.

Erkennen Sie den Unterschied? Die Negativbeispiele klingen irgendwie nicht. Es leiert und eiert an allen Ecken. Nicht immer müssen die einzelnen Zeilen gleich lang sein, aber in einem einfachen Gedicht sollten Sie auf die Silben achten. Sonst klingt es beim Vortragen grauenvoll und liest sich auch nicht angenehm. Profis können mit den Silben natürlich spielen und auch lustige Effekte damit erzielen – die müssen aber gewollt und gekonnt sein. Gehen Sie als Anfänger lieber sicher, zählen Sie Silben und beachten Sie, wie die Silben betont werden.

Tipp Nr. 6: Jonglieren Sie mit den Versen

„Keine Sorge, ich schenke dir nicht …
irgendein schlecht gereimtes Gedicht!“

Das habe ich mir jetzt mal selbst schnell zusammengereimt.  In beiden Zeilen sind es jeweils 9 Silben. Das Reimschema ist der Paarreim. Es könnte nun mit 9 Silben oder auch einer anderen Anzahl und einem neuen Reim weitergehen:

Darum hab‘ ich mich schlaugemacht (9)
und schöne Verse dir mitgebracht! (9)

Oder:

Ich habe mich darum erst schlaugemacht (10)
und brauchbare Verslein mir ausgedacht. (10)

Oder auch ganz anders. Manchmal gelingt auf Anhieb eine passende Formulierung, viel öfter aber werden Sie am nächsten Tag nicht mehr mit dem Ergebnis zufrieden sein. Das ist ganz normal und sollte sie nicht beunruhigen. Darum lautet die nächste Empfehlung:

Tipp Nr. 7: Schlafen Sie eine Nacht drüber

„Erschüttert gehen Vers und Reime
Mitsamt dem Kunstwerk aus dem Leime.“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 4. Kapitel

Bevor Sie eine Karte mit Ihrem Gedicht bedrucken lassen oder mit Ihren Zeilen in der Hand losmarschieren und den Toast auf das Geburtstagskind sprechen, lassen Sie die Verse ruhen. Spendieren Sie sich und dem Gedicht mindestens eine Nacht Ruhe und Abstand. Das erfrischt den Geist und deckt am nächsten Tag alle Schwächen gnadenlos auf, die Ihnen in der ersten Euphorie entgangen sind. Vielleicht sind Sie aber auch immer noch total zufrieden und möchten nichts mehr ändern? Dann haben Sie es fast geschafft – aber noch nicht ganz vollbracht. Denn es gibt noch etwas zu tun.

Tipp Nr. 8: Lesen Sie das Gedicht nun sich selbst laut vor

„Denn nah und warm, wie sanftes Flöten,
Ertönt die Stimme des Poeten“

Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 1. Kapitel

Mit ein paar Stunden Abstand lesen Sie das Gedicht nun laut und mit Betonung vor. Auch, wenn es nicht vorgetragen werden soll, sondern nur auf eine Karte oder einen Gutschein gedruckt wird. Klingt es gut? Gibt es irgendwo noch Stellen, an denen Sie sich verhaspeln, die Betonung erst beim zweiten Versuch klappt? Dann schauen Sie, ob es an Ihnen oder aber am Gedicht selbst liegt. Im ersten Fall: Kein Problem, dann einfach so lange üben, bis Sie merken, so klingt es rund. Im zweiten Fall gehen Sie noch mal in sich. Was haben Sie übersehen, wo muss noch Feinschliff her? Sie selbst sind vielleicht längst betriebsblind. Da hilft nur eine Zweitmeinung. Die sollten Sie sich auch dann einholen, wenn Sie nichts mehr an Ihrem Werk auszusetzen haben – weil Sie eben im Prozess des eigenen kreativen Schaffens nicht mehr objektiv urteilen können.

Tipp Nr. 9: Holen Sie sich mindestens eine zweite Meinung

„Vortrefflich!“ ruft des Dichters Freund;
dasselbe, was der Dichter meint …“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 1. Kapitel

Im Grunde kann jeder Mensch, der Spaß an Vers und Reim hat, Ihr Kritiker sein. Freunde, Bekannte, Verwandte – vielleicht gibt es dort jemanden, dessen Meinung Ihnen wichtig ist. Oder Sie beauftragen eine Texterin/einen Texter, die/der so etwas beruflich macht. Sie können sich gern an mich wenden: Ich schreibe nicht nur selbst Verschenkgedichte, sondern sage Ihnen ganz ehrlich meine Meinung und glätte Ihr Gedicht, wenn es noch etwas holpert, kürze überflüssige Längen heraus und überlege, wie Sie am besten den Schlusspunkt setzen. Denn zu einem guten Schluss zu kommen, ist oft gar nicht so leicht.

Tipp Nr. 10: Drucken Sie das Gedicht für einen Vortrag groß und mit Markierungen aus

„Und jeder stutzt und jeder spricht:
Was für ein reizendes Gedicht!“
Wilhelm Busch: Balduin Bählamm, 1. Kapitel

Der letzte Ratschlag richtet sich nur an diejenigen, die ihr Gedicht vortragen möchten. Vielleicht kennen Sie es inzwischen auswendig und möchten völlig frei reden – drucken Sie es trotzdem aus. Damit meine ich nicht die Karte mit kunstvollen Lettern, die Sie Jubilarin oder Jubilar überreichen möchten. Für den Vortrag brauchen Sie ein DIN-A4 Blatt mit großer, gut lesbarer Druckschrift. Markieren Sie dort Pausen und nutzen Sie Fettschrift oder Unterstreichungen für spezielle Betonungen. Wenn Sie dann doch nicht vom Blatt ablesen müssen, umso besser. Trotzdem ist so ein Papier eine gute Sache, die Ihnen zu mehr Sicherheit und damit auch Gelassenheit verhilft.

So, und jetzt: Nichts wie ran ans eigene Werk. Für mich ist und bleibt der beste Lehrmeister Wilhelm Busch, dessen Verse mich schon als Kind begeistert haben. Ich liebe seine lockere Art des Dichtens ebenso wie seinen speziellen Sinn für Humor immer noch und verabschiede mich in diesem Sinne mit einem letzten Zitat aus Balduin Bählamm – der verhinderte Dichter:

„Doch guter Menschen Hauptbestreben
Ist, andern auch was abzugeben.
Der Dichter, dem sein Fabrikat
Soviel Genuß bereitet hat,
Er sehnt sich sehr, er kann nicht ruhn,
auch andern damit wohlzutun …“

Und so klingt’s: Frau Reimerlei liest aus Balduin Bählamm das 1. Kapitel.
Lautsprecher aufdrehen (und fünfeinhalb Minuten Zeit mitbringen).

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