Der Maien

Was in jedem Jahr im Mai geschieht,
nämlich, dass der Rhododendron blüht,
und noch manche andre Pflanze Blüten treibt,
ist nicht das, was mir von 05/13 unvergesslich bleibt.

Mir treibt’s Frostgeblüte auf die Gänsehaut,
frühlingsfrohsinnsmäßig nur leicht angetaut,
schau ich aus dem Fenster … auf ich weiß nicht was,
doch was es auch sei, es ist abscheulich klamm und nass.

Maiblüten

Osterglockengeläut

©Reimerlei 2013

©Reimerlei 2013

Süßer die Osterglocken nie klangen
als Zweitausenddreizehn im März,
hoffend und harrend mit Bangen,
sehne ich mich frühlingswärts.
Hasen und Hühner mit Mützen und Schal,
Eier versunken im Schnee, doch egal:
Habe heut‘ nur einen Wunsch:
her mit Grog, Glühwein und Punsch!

Sieben

Eilen die Kinderjahre nach Belieben?
Man weiß es ja und staunt trotzdem.
Der Jüngste ist seit neulich sieben,
das Ganze hat wohl doch System.

Man freut sich, feiert, denkt ans Gestern
sitzt und bestaunt die bunte Kinderschar.
Aus kleinen Mädchen wurden große Schwestern.
Und lang ist‘s her, dass großer Bruder Baby war.

7-Geb-Nachmittag

Der Jüngste ist jetzt cooler Skater,
noch ziemlich wackelig, wie seine Zähne,
verschiebe Wehmutsanflüge auf später …
und dann verdrück ich heimlich eine Träne.