Sieben

Eilen die Kinderjahre nach Belieben?
Man weiß es ja und staunt trotzdem.
Der Jüngste ist seit neulich sieben,
das Ganze hat wohl doch System.

Man freut sich, feiert, denkt ans Gestern
sitzt und bestaunt die bunte Kinderschar.
Aus kleinen Mädchen wurden große Schwestern.
Und lang ist‘s her, dass großer Bruder Baby war.

7-Geb-Nachmittag

Der Jüngste ist jetzt cooler Skater,
noch ziemlich wackelig, wie seine Zähne,
verschiebe Wehmutsanflüge auf später …
und dann verdrück ich heimlich eine Träne.

Partyalarm No. 7

Streng-geheim-2Wenn es der größte Wunsch des jüngsten Kindes ist, den 7. Geburtstag mit ALLEN seinen Freunden zu feiern, also auch mit der Bande aus vergangenen Kindergartenzeiten, – die  Reimerlei’sche Behausung aber 12 robusten Jungs kapazitätsmäßig definitiv nicht gewachsen ist … ja, was dann? Eine zünftige Feier im Garten wäre zwar möglich, lässt sich aber leider angesichts der Wetterkapriolen im März nur unzureichend planen. Von Regen über Tiefschnee bis Sonnenschein hatten wir schon alles.

Was tun, fragte sich die ebenso ratlose wie überforderte Mutter und Eventmanagerin. Und dann fiel es ihr ein: das Atelier von Ariane Rudolph, die das Tuffi-Buch so schön illustriert hat! Ariane bietet dort seit einem Jahr Zeichenkurse für Kinder an und es gibt auch die Möglichkeit, Kindergeburtstage im Atelier zu feiern. Wie groß war die Freude, als Ariane trotz der beängstigenden Gruppengröße zusagte! Ideal sind Gruppen von 8 bis 10 Kindern, aber mit vereinten Kräften sollte es uns doch ausnahmsweise gelingen, auch 12 Rabauken zu bändigen.

Streng-geheim-1Und so steigt morgen dort die große Party. Alles ist STRENG GEHEIM! Die 12 angehenden Detektive müssen zunächst einmal erraten, wo gefeiert wird (in Barmen) und wie sie dort hin gelangen (natürlich mit der Schwebebahn und mit zwei Begleitpersonen). Sie müssen an der richtigen Station aussteigen und dann ihren Orientierungssinn beim Finden der Straße unter Beweis stellen. Im Atelier geht es natürlich erst einmal ans Auspacken der Geschenke, danach ans Futtern – es gibt frische Waffeln am Stiel. Anschließend folgt der kreative Teil mit Detektivausweisbastelei und Phantombildprüfung. Falls das Wetter einigermaßen mitspielt, können sich die Jungs dann vor dem Abend-Imbiss noch auf dem nahegelegenen riesigen Spielplatz am Matagalpa-Ufer austoben.

 

atelier-116Den Bericht reiche ich nach. Ich kann aber jetzt schon versichern, dass Ariane Rudolph das alles perfekt und mit Herz organisiert. Sie hat sogar diese fantastischen Einladungskarten selbst gestaltet! Noch nie habe ich einem Kindergeburtstag so entspannt entgegengesehen.

 

90 Stunden keine Zeit …

Das nenne ich mal schlechtes Timing: Nun sind Website und Blog traulich vereint, frisch gewaschen & gebügelt und ich habe keine Zeit für neue Ein- geschweige denn Aufträge. Jedenfalls demnächst nicht, denn die kommende Woche steht ganz im Zeichen von 90 Stunden Nonstop.

Bücher Köndgen feiert – und das nicht zu knapp. Montag mache ich Büchertische für die Jubiläumsangebote fein. Was ich Dienstag mache, weiß ich noch nicht so genau, da habe ich mit etwas Glück sogar noch ein schmales Zeitfenster für extrem eilige Textaufträge.

Mittwoch bin ich morgens im Laden und abends kocht Udo Einenkel verführerisch vegetarisch – das darf ich mir nicht entgehen lassen. Gleich danach fällt der Rowling’sche Todesfall aus und Martin Hagemeyer liest um Mitternacht trotzdem, dann halt alles außer Rowling, es gibt also so eine Art Lese-Wunschkonzert, das darf ich mir dann ja auch nicht entgehen lassen.

Donnerstag bin ich morgens im Laden, nachts ist Wortwache mit lecker Bier – darf ich mir natürlich ebenfalls nicht entgehen lassen. Freitag habe ich morgens frei und nachts ist die Nacht der schönsten Bücher, also der nachweislich und hochoffiziell allerschönsten, die kann ich mir aber mal auf gar keinen Fall entgehen lassen. Samstag arbeite ich ab mittags, außerdem ist magische Kinderlesung mit dem Baumhaus, darf mein Jüngster sich keinesfalls entgehen lassen.

Und dann nähert sich das Ende der 90 Stunden mit der letzten Lesung, die ist von Annette Langen für junge Hasen Mädchen gedacht und darum bin ich nicht die Zielgruppe und könnte sie mir sogar ausnahmsweise entgehen lassen, aber da habe ich dann offiziell Dienst und feiere den Ausklang unserer Jubiläumswoche im Laden. Ach ja, und beinahe vergessen, es gibt ja dann auch immer noch den Lesegenuss nach Ladenschluss und Ladenöffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr, also so rein texterisch betrachtet wird da wohl Heulen und Zähneknirschen sein. Aber sonst wird das lustig! 🙂

Einigen meiner regelmäßigen Textbesteller habe ich schon Bescheid gesagt, alle anderen bitte aufgepasst: Nächste Woche ist Ausnahmezustand und normal läuft es hier erst wieder ab dem 1. Oktober. Dann aber mit Vollgas, wie immer!