Die internationale Tuffi-Teestunde

Neue Illustration von Ariane Rudolph

Auch hier noch einmal ein kleiner Hinweis in gar nicht ganz eigener Sache. Das Bilderbuch über Tuffi ist zwar ein kleines bisschen mein Elefantenbaby (und das von Ariane, Simone und der Edition Köndgen natürlich ebenfalls), der Familienkreis wurde aber gestern im Rahmen einer internationalen Teestunde um zwei Adoptivmütter erweitert.

Ausführlich nachzulesen und anzuschauen hier: Lesungen

 

 

Nichts ist unmöglich: MITSUBISHI

Oh, da ist mir wohl ein kleiner Fehler unterlaufen. Kann ja jedem mal passieren. Toyota war das, stimmt. Unmöglich war hingegen der mehrseitige Prospekt von MITSUBISHI MOTORS Deutschland GmbH, den ich kürzlich aus meinem Briefkasten fischte. Eine unverlangte Sendung. Reklame.

Wie mir die Rückseite verriet, eine
„Herzliche Einladung an Alle, die …“

Hier stutzte ich. Alle groß? Das ist doch falsch. Ich las weiter. Wie ein roter Faden zogen sich offensichtliche Fehler durch den kompletten Text: Kommafehler, Grammatikfehler und stilistische Fehler. Ein unmöglicher Auftritt, ein unmögliches Design noch dazu. Wer sich überzeugen möchte, klicke das von mir eingescannte Beweisfoto groß, lese und staune.

Ein Spruchfragment ziert die Vorderseite des Prospektes. In großen Lettern steht dort:

WER WENIG BRAUCHT …
Blättert man um, erfährt man den Rest:
… KANN TROTZDEM VIEL GEBEN.

Nun weiß ich ja nicht, wer bei diesem Stück misslungener Reklame den Schwarzen Text-Peter hatte. War Geiz geil, gab es Zeitdruck (worauf einiges hindeutet), war das Korrektorat unbekannt verzogen oder hat ein Japaner ohne Deutschkenntnisse das Ganze mal eben gnädig abgesegnet? Wie dem auch sei, sollte das Desaster mit Sparmaßnahmen am falschen Ende zusammenhängen, könnte der nur ein wenig umgestellte Slogan Sinn ergeben:

WER WENIG GIBT …
… KANN TROTZDEM VIEL BRAUCHEN.

Nämlich mächtig viel Haue für dieses schludrige Machwerk!

Melancholisches Poem an den Sommer 2012

Es war einmal ein Sommerregen,                      
der wurde immer schlimmer.
Durchdrang sogar – ich kann‘s belegen,
die Wand im Kinderzimmer.

Vom Regen, der mal leise nieselt,
mal sturzbachartig niederprasselt
fühl ich mich langsam angepieselt:
Der schöne Sommer ist vermasselt.

Es war einmal ein Sommerregen,
der störte ganz erheblich.
Die Hoffnung, sie war stets zugegen –
doch leider wohl vergeblich.

©Reimerlei 2012

Sehr geehrtes Jahr 2012 …

… die guten Vorsätze noch nicht gefasst,
den Jahreswechsel wegen Müdigkeit beinah verpasst,
so bin ich schließlich, wie schon fast erwartet,
mehr schlecht als recht ins neue Jahr gestartet.

Egal, nun bin ich trotzdem mittendrin,
es steht mir zwar mitnichten schon der Sinn
nach Januar mitsamt den neuen Wandkalendern –
doch ist das ja nun leider aus Erfahrung nicht zu ändern.

Dann also jetzt mal endlich Schluss mit abgeschlafft,
kein Jammern mehr, es wird sich aufgerafft,
2012,  bin ab sofort an Bord und voll dabei!
Freundliche Grüße und ein Prosit von Frau Reimerlei.

©Reimerlei 2012