Das Tuffi-Buch feiert elefantastischen 3. Geburtstag!

TuffiPlakat1Wir, die drei emsigen Tuffi-Tanten,
wie wir uns vor drei Jahren nannten,
wegen des einen, stadtbekannten
schwebebahnfahrenden Elefanten,
die wir im Tuffibuch-Fieber waren,
gönnen uns heute mal eine Klaren!*
Denn auf den Tag genau vor drei Jahren
erschienen die Bilder- und Buch-Memoiren.

* Was anderes reimte sich leider nicht. Wahlweise durch Schampus, Prosecco, Gänsewein  oder anderes Getränk ersetzen. Prost! 🙂

Schwanensee

Wenn ich so durch die Gegend schleiche,
laufen Gedanken mit mir durchs Gehirn,
suchen sich einen Weg in all jene Bereiche,
die es gilt, aufzumischen und gehörig zu entwirrn.

Die Stellen, wo sich zähe Knoten bilden,
wo Kalk sich breitmacht neben toten Zellen.
In diesen ziemlich düsteren Gefilden
wirken Gedanken laufend Wunder und erhellen.

Während ich dann so eile und mich mühe,
verfluche ich die mangelhafte Kondition,
trampele, schwitze, keuche und erglühe,
und bräuchte dringend eine Eiseninfusion.

Im Kopf jedoch, da fühl ich mich erstaunlich
leicht, schwerelos und enorm angeregt.
Nur ein paar Schritte raus und schon begreif ich,
warum es richtig ist, dass sich der Mensch bewegt.

Aus die Maus

Ich flippte heute völlig aus,
denn unsren Kater fraß die Maus.
Er zappelte, es war ein Graus,
und wand sich, unser Kater Klaus,
im Inneren des Mausebaus.
Später fand ich im Mausehaus,
die Reste noch von diesem Schmaus:
des armen Katers letzte Flaus‘.
Andächtig holte ich sie raus …

… Mensch, und dann funktionierte das Teil endlich wieder. Katzenhaare in der Maus sind echt die Pest!

©Reimerlei 2012

Dumm gelaufen….

Fuchsgedicht_SchwebebahnEin Fuchs, vom Winter arg verdrossen,
hätte gern Zweisamkeit genossen:
In kalten Nächten ganz allein
möcht’ er in Zukunft nicht mehr sein.

Ein Fuchs, der schreitet flugs zur Tat,
hat schon im Kopf das Inserat,
das er gedenkt bald aufzugeben:
„Reinlicher Fuchs sucht Frau fürs Leben“.

Ein Fuchs, der wähnt sich fast im Glück,
bald findet er sein Gegenstück,
das zu ihm passt, ihn mag und ehrt –
kurzum, das ihn die Liebe lehrt.

Ein Fuchs, der sitzt vorm leeren Blatte
wär’ schrecklich gern ein Ehegatte,
blöd, dass auf dem Papier nichts steht…
Er ist … – genau – An-alphabet.

Fuchsgedicht 2010 für Dichterwettbewerb von Spee

Der Gewinn ging nicht an mich, blieb aber in der Familie: Den 1. Platz belegte meine Mutter und gewann eine Reise für zwei Personen nach Paris.

Spee-Dichterforum: Gewinnergedicht

Amore Criminale (Brunhild Sanne)

Heinz Rotfuchs war ein Hühnermeuchler,
Dazu ein ausgebuffter Heuchler.
Doch hatte er ein Töchterlein,
Das konnte schöner gar nicht sein.
Man sah schon bald den Fuchs von Spee
Sehr oft und gern in ihrer Näh.
Drauf ging ein Munkeln durch den Wald,
Die beiden hätten sich verknallt.
„Das duld’ ich nicht, das darf nicht sein!“
Hörte man Heinz Rotfuchs schrein.
Voller Ärger in der Nacht
Hat er sich auf den Weg gemacht,
Zum Hühnerstall des Bauern Jochen,
In den er schon oft eingebrochen.
Leis’, dass man ihn nicht ertappe,
Schob nach oben er die Klappe.
Kaum war er im Hühnerstall,
Gab es einen lauten Knall,
Denn die Klappe, die fiel runter,
Der Krach machte die Hühner munter,
Die in allen Tönen sangen –
Doch Heinz Rotfuchs war gefangen!
Zufällig war der Fuchs von Spee
Bei dem Desaster in der Näh’,
Schob die Klappe schnell nach oben,
Man hörte schon den Bauern toben:
„Warte, Dieb, jetzt kommt der Jochen,
Und der bricht dir alle Knochen!“
Doch statt des Fuchses, ach herrje,
Fand er nur ’ne Packung Spee …
Heinz Rotfuchs aber, unter Beben,
Sprach: „Freund, du rettetest mein Leben,
Sag, was möchtest du als Lohn?“
„Ich wäre gern dein Schwiegersohn!“
Erzählt wird hier nicht mehr der Rest,
Weil der sich leicht erahnen lässt.
Nur so viel sei euch noch verraten:
Zum Hochzeitsfest gab’s Hühnerbraten …