Kleine Warnung vor dem Lesen zur Unzeit

Quelle: carl’s books

Die Sonne brennt, es rinnt der Schweiß in Bächen,
und ich verfluche diesen Lauf nach Herzenslust.
Wie kann ein bisschen Hitze derart schwächen?
Obwohl: es ist ja Sommer, noch dazu August.

Es ist nicht so, als sei ich nicht gewarnt gewesen:
Im Sommer ist es über Mittag manchmal heiß.
Dass es sich daher nicht empfiehlt, vorm Lauf ein Buch zu lesen,
dies Rennen liefert mir nachgerade den Beweis.

Ach, hätte ich’s doch lieber erst danach gelesen;
Gemütlich läge ich jetzt in des Gartens Schatten,
statt durch der Mittagshitze Höllenglut zu pesen.
Ja, so ein Liegestuhl, der käme jetzt extrem zustatten.

Und wie gewünscht, schon haut’s mich um, und siehe da: Ich liege.
Jedoch nicht sonderlich bequem, da auf Asphalt.
Wenn ich den Autor dieses Buches je zu fassen kriege!
Und diesen Stolperstein! Lag einfach da im Hinterhalt!

Nur unter Auferbietung meiner letzten Leibeskräfte,
beende ich die schlecht getimte sportliche Aktion.
Zu Hause trinke ich zwei, drei geschorlte Apfelsäfte
und lese weiter: Jonas Jonasson.*

* Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

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