Zum Glück keine Migräne

Scharfe Klauen, spitze Zähne                
wühlen hinter matter Stirn.
Gierig schmatzt sie, die Migräne,
mit Genuss in meinem Hirn.

Was sonst gut tut, Luft und Licht
sie verdirbt es mir entschieden.
Alles Schöne mag sie nicht,
wird drum auch von mir gemieden.

Abgedunkelt, ohne Buch,
lieg ich da in meiner Kammer
und verwünsche, ja verfluch‘,
diesen abgrundtiefen Jammer.

Ist es schließlich ruhig und satt,
zieht das Monster sich zurück.
Kopfweh, das man nicht mehr hat,
ist wohl wahres Lebensglück.

©Reimerlei 2012

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