Zitterpartie

Im Dachgeschoss, schlecht isoliert,       
dichtet sich’s äußerst träge.
Frau Reimerlei, die scheußlich friert,
bringt kaum etwas zuwege.

Dem Geist befiehlt sie unentwegt,
sich doch einmal zu regen.
Doch ist er nicht gut aufgelegt
und sperrt sich strikt dagegen.

Da hilft auch nicht die Kanne Tee,
die sie frustriert sich brühte.
Es folgt das klare Resümee:
Der Frost schlägt aufs Gemüte.

Und Besserung ist nicht in Sicht,
sieht übel aus für Reim und Vers.
Das gibt nichts mehr mit dem Gedicht –
die Kälte nagt heut‘ zu pervers!

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