Selige Nacht *

Den Weihnachtsbaum gar reich geschmückt,
saß ich allein am Heiligabend,
bereits den Punsch genossen habend,
in mich gekehrt und tief beglückt.

Bei Kerzenschein dacht‘ ich entrückt:
Es riecht, als hätt‘ ich was vergessen …
Da fiel’s mir ein, das Weihnachtsessen,
womit der Backofen bestückt!

Erkannte bald zutiefst geknückt,
das mit dem Braten wird nichts geben,
verbrannte ganz und gar doch eben
der Truthahn, den ich gern verdrückt‘ …

… hätte, doch von dem Punsch verzückt,
versäumte ich der Hausfrau Pflichten
tat weit‘ren Punsch darum vernichten,
und war dann auch früh eingenückt.

*ohne tierische Produkte

©Reimerlei 2011

2 Gedanken zu „Selige Nacht *

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